Die Gattung Sansevieria zählt zur Unterfamilie Nolinoideae innerhalb der Spargelgewächse (Asparagaceae). Sie beinhaltet ungefähr 66 Arten*, von vielen gibt es Zuchtformen. Bei uns werden sie als Bogenhanf und einige Arten auch als Schwiegermutterzunge bezeichnet.

Den Namen Bogenhanf verdanken die Sansevierien ihren Fasern, die zur Herstellung von Bögen verwendet wurden.

Populäre Arten und ihre Sorten:

Beheimatet sind die Sansevierien überwiegend im tropischen Afrika. Es gibt aber auch welche auf der Arabischen Halbinsel, in Madgaskar und Asien. Viele Arten stammen aus Kenia oder Tanzania.

Sansevierien, zumindest die mir bekannten Arten, haben sukkulente Eigenschaften. Sie können Wasser in ihren Blättern speichern, was ihnen das Überleben in heißen und trockenen Regionen ermöglicht. Die ledrig anmutende Beschaffenheit der Blattoberfläche verhindert, dass sie zuviel Wasser durch Verdunstung verlieren.

Das Rhizom einer Sansevieria concinna (rechts).

Die Verbreitung erfolgt durch Rhizome. Das sind unterirdisch oder auf der Erde kriechend wachsende Ausläufer. Aus ihnen wachsen Wurzeln und Triebe.

Nolinoideae

In der Unterfamilie Nolinoideae befinden sich die Gattungen aus der aufgelösten Familie der Mäusedorngewächse (Ruscaceae). Dort ist die Gattung Sansevieria in den Tribus Dracaeneae eingeordnet. Sie ist also nahe mit den Drachenbäumen (Dracaena) verwandt.

Ebenfalls zu dieser Unterfamilie zählen unser heimisches Maiglöckchen (Convallaria majalis) und die Salomonsiegel (Polygonatum). Infos zu diesen Arten habe ich hier zusammengestellt.

Weitere populäre und mit den Sansevierien verwandte Gattungen sind Ophiopogon (Schlangenbärte) und Beaucarnea (Elefantenfuß, Flaschenbäume).

Dracaena surculosa

* Quelle: KEW World Checklist

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